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MEWS - Lightspeed - MwSt

  • February 10, 2026
  • 10 replies
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Hallo Community,

ich hätte vielleicht schon früher schreiben sollen, aber ich habe erst alle 3 Anbieter nach einer Lösung gefragt - vergebens. Wir nutzen Mews, klar, im Restaurant Lightspeed - angebunden an Mews über Omniboost. Die Anbindung dient einzig dazu, um unseren Gästen die Zimmerbuchung zu ermöglichen. Und hier liegt das Problem: 

  • Lightspeed sieht zwingend vor, dass Belege die Steuer aufweisen (ist auch rechtlich korrekt, dort wo konsumiert wird muss sie ausgewiesen werden).
  • Mews weist dann auf der Hotelrechnung nochmal die Steuer vom Restaurantumsatz aus. Das ist ja nicht korrekt, denn so könnte ein Gast die Steuern zwei mal erstattet bekommen.
  • Mews sagt auf Rückfragen dazu allerdings, dass es nicht vorgesehen ist, auf der Hotelrechnung keine Steuer auf Restaurantumsätze auszuweisen, das muss Lightspeed in Form eines Gastbons machen.
  • Lightspeed allerdings sagt, dass Sie das nicht dürfen (aus rechtlichen Gründen).
  • Omniboost sagt, dass die Übertragung mit Steuern das ist was vorgesehen ist und sie auch nichts machen können.


Jetzt frage ich mal euch, die Mews und Lightspeed nutzen und eine Verbindung zwischen beiden haben, wie macht ihr das?

Mit besten Grüßen aus Mecklenburg
Jannis

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10 Replies

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  • Preferred Consultant
  • February 10, 2026

@Jannis A. In meiner ganzen Erfahrung hat Mews Recht. Ich habe noch nie ein Hotel in 20 Jahren gesehen, welches Restaurantumsatz ohne MwSt im PMS ausweisen würde. Es wird immer mit Mwst im POS und PMS gebucht.

Ich darf keine steuerliche Beratung erbringen, daher prüfe es mit dem Steuerberater. Mein Verständnis ist
- das POS ist ein Nebenbuch des PMS
- was das POS ausgibt ist ein Beleg, der nicht zu einem Vorsteuer Abzug berechtigt (nur ein Bewirtungsbeleg tut es), und er weist zusätzlich ja klar aus, dass die Rechnung an ein weiteres System übergeben wurde
- Das POS darf keine Fiskalisierung durchführen für Belege, die ans PMS übergeben werden
- die MwSt muss danach ja auch an die Buchhaltungssoftware übergeben werden

Die Situation wäre anders, wenn das Restaurant und das Hotel nicht der gleichen steuerlichen Gesellschaft angehören, wenn es eine Verrechnung zwischen Gesellschaften wäre.

Aber wie gesagt, am besten mit dem Steuerberater prüfen.

Viele Grüsse, Marc


  • Wanderer
  • February 10, 2026

Hallo Jannis

 

Wir hatten das ganze auch so angedacht und alles eingerichtet. Dann die Schnittstelle schnell wieder abgeklemmt. Wir trennen alles seit dem und ich erfasse alles manuell. 

Wenn ich hier noch von anderen lesen werde, dass es einen Weg gibt, werde ich das gerne noch einmal Überdenken. Bin mal gespannt.

 

Gruss

Sabine


  • Author
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  • February 10, 2026

@Jannis A. In meiner ganzen Erfahrung hat Mews Recht. Ich habe noch nie ein Hotel in 20 Jahren gesehen, welches Restaurantumsatz ohne MwSt im PMS ausweisen würde. Es wird immer mit Mwst im POS und PMS gebucht.

Ich darf keine steuerliche Beratung erbringen, daher prüfe es mit dem Steuerberater. Mein Verständnis ist
- das POS ist ein Nebenbuch des PMS
- was das POS ausgibt ist ein Beleg, der nicht zu einem Vorsteuer Abzug berechtigt (nur ein Bewirtungsbeleg tut es), und er weist zusätzlich ja klar aus, dass die Rechnung an ein weiteres System übergeben wurde
- Das POS darf keine Fiskalisierung durchführen für Belege, die ans PMS übergeben werden
- die MwSt muss danach ja auch an die Buchhaltungssoftware übergeben werden

Die Situation wäre anders, wenn das Restaurant und das Hotel nicht der gleichen steuerlichen Gesellschaft angehören, wenn es eine Verrechnung zwischen Gesellschaften wäre.

Aber wie gesagt, am besten mit dem Steuerberater prüfen.

Viele Grüsse, Marc

 

Hallo Marc,

danke für dein Feedback. Bei uns sind zwar Restaurant und Hotel Teil der gleichen steuerlichen Gesellschaft, jedoch ist unser POS Lightspeed ein eigenständiges steuerliches Aufzeichnungssystem mit TSE und außerdem an DATEV angebunden.

Das heißt selbst wenn Mews die Steuer nochmal ausweisen dürfte, weil wie du sagst nur ein Bewirtungsbeleg die Kriterien für den Steueranspruch erfüllen würde, stellt sich mir immer noch die Frage, ob Mews so eingestellt werden kann, dass der Restaurantumsatz nicht noch einmal auf Erlöskonten sonder nur einem Verrechnungskonto verbucht wird.

Hier käme wahrscheinlich Omniboost wieder ins Spiel. Wenn das ginge, könnte man das Problem ja mit einem Hinweis auf der Rechnung “Restaurantumsätze wurden bereits über eine zertifizierte Kasse versteuert.” lösen.

Wie sehen die anderen das? Nutzt noch jemand Lightspeed und Mews in Verbindung?


Svenja
Preferred Consultant
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  • Preferred Consultant
  • February 10, 2026

@Jannis A. ​@Sabine.Belz 

Ich kann mich Marc nur anschließen, im Normalfall ist das POS das Nebenbuch, dass heißt dort werden die Belege nur fiskalisiert, wenn sie dort bezahlt werden. Was aufs Zimmer gebucht wird, wird schließlich auf der Rechnung aus Mews fiskalisiert. Die Steuern müssen ja komplett korrekt zu Mews übertragen werden, damit ihr eine ganzheitliche Buchhaltung aus Mews heraus generieren könnt.

In Lightspeed muss man da allerdings beim Setup genau aufpassen, da gibt es zwei Klicks, die korrekt gesetzt werden müssen, damit die Übertragung korrekt läuft.

Aber es sollte auf keinen Fall nötig sein, irgendwas manuell zu übertragen, tut mir leid, wenn ihr da bisher so fehlberaten wurdet, was eine Zeitverschwendung! :(


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  • February 10, 2026

Hallo Svenja,

danke dir für die Rückmeldung und die Einordnung.

Bei uns ist es so, dass Lightspeed nicht nur Belege erzeugt, sondern als eigenständiges, TSE-pflichtiges Kassensystem betrieben wird und alle Restaurantumsätze automatisiert an DATEV übergibt. Damit entstehen Erlös und Umsatzsteuer aus Sicht der Buchhaltung bereits vollständig im POS – unabhängig davon, ob die Zahlungsart Bar, Karte oder Zimmerbuchung ist. Das ist auch explizit die Rückmeldung von Lightspeed selbst: Jeder Geschäftsvorfall an der Kasse wird fiskalisiert, auch „auf Zimmer“.

Wenn Mews diese Restaurantumsätze anschließend ebenfalls als Erlös inkl. MwSt an DATEV übergibt, entsteht buchhalterisch zwangsläufig eine Doppelung. Genau hier setzt meine Frage an:
Nicht, ob MwSt im PMS angezeigt wird (das könnte man ja mit einem Hinweis lösen), sondern ob diese Positionen im DATEV-Export aus Mews statt auf Erlöskonten auf ein reines Verrechnungskonto laufen können.

Dann wäre die Logik sauber:

  • Lightspeed → Erlös + MwSt

  • Mews → Forderung / Abrechnung zum Gast
    ohne zweiten steuerlichen Umsatz

Zu den „zwei Klicks“ in Lightspeed: Das wurde uns vom Support sehr eindeutig verneint – zumindest für Deutschland. Funktionen wie „kein Beleg / kein steuerlicher Beleg bei Room Charge“ sind hier aufgrund KassenSichV/TSE nicht verfügbar. Deshalb suche ich gerade gezielt nach Betrieben mit gleicher Konstellation (Lightspeed + DATEV + Mews via Omniboost), um zu verstehen, wie sie das machen.

Falls jemand genau diese Kombination im Einsatz hat und sagen kann:

  • welche Konten Mews für Restaurantumsätze nutzt

  • oder ob dort bewusst mit Verrechnungskonten gearbeitet wird

würde mir das sehr helfen.

Viele Grüße
Jannis


Svenja
Preferred Consultant
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  • Preferred Consultant
  • February 10, 2026

@Jannis A. wenn man das POS als Nebenbuch benutzt, würde man von dort eben nicht an Datev senden sondern nur von Mews. In dem Fall würde ein full revenue push von Lightspeed an Mews gehen und von dort wird alles zu Datev weitergeleitet.

Diese Kombi nutzen viele Mews Hotels schon seit Jahren (es gab Zeiten, in denen es das einzige POS mit Mews Schnittstelle war).

Werden die Umsätze von den Room charges bei euch derzeit denn von Lightspeed auch an Datev geschickt? In dem Fall wöre es ja wirklich doppelt und ihr müsstet mit einem Verrechnungskonto arbeiten.

Ich finde Mews als Hauptbuch zu nutzen und somit nur eine Software zu haben, die Daten zu Datev schickt, aber definitiv die elegantere Lösung.


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  • February 10, 2026

Danke Svenja, das hilft wirklich, das Thema sauber einzugrenzen.

Was ich mir aktuell noch frage (und was für mich der Knackpunkt ist):
Kann ein POS überhaupt gleichzeitig Haupt- und Nebenbuch sein?

Konkret bei uns:
Lightspeed übergibt Bar- und Kartenzahlungen vollständig an DATEV.
Zimmerbuchungen aus dem Restaurant werden zusätzlich an Mews übergeben, dort auf die Hotelrechnung gesetzt und von Mews ebenfalls an DATEV exportiert.

Damit ist Lightspeed aus meiner Sicht bereits steuerlich führend für Restaurantumsätze, zumindest für einen relevanten Teil davon. Und genau da tue ich mich schwer mit dem Gedanken, dass Lightspeed für einen Teil der Umsätze Hauptbuch sein soll (Bar/Karte), für einen anderen Teil aber nur Nebenbuch (Zimmer).

Ein „halb/halb“ nach Zahlungsarten fühlt sich für mich buchhalterisch nicht sauber an, auch wenn es in der Praxis offenbar oft so gelebt wird.

Genau deshalb interessiert mich:

  • Gibt es hier jemanden, der Lightspeed → DATEV aktiv hat und
    Restaurantumsätze aus Mews bewusst nur über Verrechnungskonten führt?

  • Oder fährt jemand erfolgreich das Modell Mews als einziges Hauptbuch, mit komplett abgeschalteter DATEV-Anbindung aus dem POS?

Mir geht es weniger darum, „wer recht hat“, sondern darum zu verstehen, welche Architektur bei welcher Systemlandschaft wirklich konsistent und prüfungssicher ist.

Und wie läuft das beim MEWS POS? Vermutlich sind viele von euch dorthin gewechselt, wenn es so kompliziert ist mit der Verbindung zu Lightspeed.

Viele Grüße
Jannis


Svenja
Preferred Consultant
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  • Preferred Consultant
  • February 10, 2026

@Jannis A. die zweite Option ist die, die ich aus den meisten Hotels mit deiner Konstellation kenne und auch mit anderen POS Konstellationen (z.B. Gastronovi oder Untill). Also POS grundsätzlich nur an Mews anbinden und nur Mews an Datev.

Mit dem Mews POS ist das natürlich nochmal einfacher, weil es da eh nur diesen Weg gibt und man im Setup der Integration quasi nichts falsch machen kann (vorausgesetzt der Mews POS Onboarding Manager macht seinen Job korrekt ;-))

Habe gerade erst eine Installation mit Mews/Mews POS hinter mir und das läuft wirklich gut, sogar mit komplett digitalen Zimmerbelegen, die per Link in Mews hinterlegt sind und von den Gästen selbst über ihre Rechnung jederzeit wieder aufgerufen werden können. Also gar kein Papier mehr. Auch dank der Mews KK-Terminals. 

Also auch eine sehr gute und schlanke Lösung! :)


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  • February 11, 2026

Hallo Jannis, 

das war bei uns auch ein riesen Thema. 

Wir haben es nun so eingestellt, dass die Restaurantrechnungen, die aufs Zimmer geschrieben werden, als “Restaurant durchlaufender Posten” mit 0% ausgewiesen werden. 

Viele Grüße, 

Anabel


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  • February 11, 2026

Hallo Jannis, 

das war bei uns auch ein riesen Thema. 

Wir haben es nun so eingestellt, dass die Restaurantrechnungen, die aufs Zimmer geschrieben werden, als “Restaurant durchlaufender Posten” mit 0% ausgewiesen werden. 

Viele Grüße, 

Anabel

 

Hallo Anabel,

genau das wäre die von uns bevorzugte Lösung, die auch unser Steuerberater empfohlen hat. Nur wurde uns ja von allen 3 beteiligten Unternehmen gesagt, dass dies nicht möglich sein. Wer hat denn bei euch am Ende die richtige Einstellung gemacht und könntest du uns einen Tipp geben, wie man es macht oder wen man was fragen muss damit es klappt?

Beste Grüße 
Jannis